»Aber ich sage dir, daß dieser Wein erst dann den rechten Geschmack haben wird, wenn er kalt geworden ist.«
»Wie muß er dann schmecken, wenn er jetzt schon so köstlich ist! Preis sei Allah, der Wasser, Rosinen, Zucker und Arzneien wachsen läßt, um das Herz seiner Gläubigen zu erquicken!«
Und er trank, ohne an mich zu denken. Seine Miene drückte die höchste Wonne aus, und als die zweite Flasche leer war, meinte er:
»Freund, dir kommt keiner gleich, weder ein Gläubiger noch ein Ungläubiger. Vier Khawassen sind für dich zu wenig; du sollst sechs haben!«
»Deine Güte ist groß, o Pascha; ich werde sie zu rühmen wissen!«
»Wirst du auch erzählen von dem, was ich jetzt getrunken habe?«
»Nein, darüber werde ich schweigen; denn ich werde auch das nicht sagen, was ich getrunken habe.«
»Maschallah, du hast recht! Ich trinke, ohne an dich zu denken. Reiche mir dein Glas, ich werde diese Flasche noch öffnen.«
Jetzt bekam ich mein Kunstprodukt zu kosten. Es schmeckte genau so, wie ungekühltes Sodawasser mit Rosinenbrühe und Zucker schmecken muß; für den anspruchslosen Gaumen des Pascha mußte es ein Genuß sein.
»Weißt du,« sagte er und that wieder einen langen Zug, »daß sechs Khawassen für dich noch immer zu wenig sind? Du sollst zehn bekommen!«