Nichts war mir angenehmer, als diese Einladung, denn sie gab mir Gelegenheit, die Sitten und Gebräuche der rätselhaften Teufelsanbeter kennen zu lernen. Die Radjahl el Scheïtan oder Chalk-scheïtanün[201] waren mir so schlimm geschildert worden und erschienen mir doch in einem viel bessern Lichte, so daß ich begierig war, mir Aufklärung über sie zu verschaffen.

[201] Teufelsleute.

»Habe Dank für dein freundliches Anerbieten,« antwortete ich. »Ich würde sehr gerne bei dir verweilen, aber wir haben eine Aufgabe zu lösen, welche erfordert, daß wir bald wieder Baadri verlassen.«

»Ich kenne diese Aufgabe,« antwortete er. »Du kannst trotz derselben unser Fest mitfeiern.«

»Du kennst sie?«

»Ja. Ihr wollt zu Amad el Ghandur, dem Sohn des Scheik Mohammed Emin. Er befindet sich in Amadijah.«

»Woher weißt du dies?«

»Von den drei Männern, welche du gerettet hast. Ihr werdet ihn aber jetzt nicht befreien können.«

»Warum?«

»Der Mutessarif von Mossul scheint einen Einfall der östlichen Kurden zu befürchten und hat viele Truppen nach Amadijah bestimmt, von denen bereits eine Anzahl in Amadijah eingetroffen ist.«