»Er ist der einzige, der richtig schreiben kann. Er wünscht, daß unser Volk einst so klug und gesittet werde, wie die Männer des Abendlandes, und dies können wir nur aus den Büchern der Franken lernen. Damit nun einmal diese Bücher in unserer Sprache niedergeschrieben werden können, hat er viele hundert Wörter unserer Mundarten verzeichnet. Das ist sein Buch.«

»Das wäre ja köstlich! Wo befindet sich dieses Buch?«

»In seiner Wohnung.«

»Und wo ist diese?«

»In meinem Hause. Pir Kamek ist ein Heiliger. Er wandert im Lande umher und ist überall hochwillkommen. Ganz Kurdistan ist seine Wohnung, aber seine Heimat hat er bei mir aufgeschlagen.«

»Denkst du, daß er dieses Buch mir einmal zeigen werde?«

»Er wird es sehr gern thun.«

»Ich werde ihn sofort darum bitten! Wohin ist er gegangen?«

»Bleibe! Du wirst ihn nicht finden, denn er ist gegangen, um über die Seinigen zu wachen. Dennoch aber sollst du das Buch erhalten; ich werde es dir holen. Vorher aber versprecht mir, daß ihr bleiben wollt!«

»Du meinst, wir sollen den Ritt nach Amadijah aufschieben?«