»Ich würde mich auch für seine Freundschaft sehr bedanken. Wie nennt er sich?«
»Er heißt Abu en Nassr.«
»Das ist nicht wahr! Sein Name ist Hamd el Amasat.«
»Giaur, wage es nicht, mich der Lüge zu zeihen, sonst erhältst du zwanzig Hiebe mehr! Allerdings heißt mein Freund Hamd el Amasat; aber wisse, du Hund von einem Ungläubigen, als ich noch als Miralai in Stambul stand, wurde ich einst des Nachts von griechischen Banditen angefallen; da kam Hamd el Amasat dazu, sprach mit ihnen und rettete mir das Leben. Seit jener Nacht heißt er Abu en Nassr, der Vater des Sieges, denn niemand kann ihm widerstehen, nicht einmal ein griechischer Bandit.«
Ich konnte mich nicht enthalten, lachend den Kopf zu schütteln, und fragte:
»Du willst in Stambul Miralai, also Oberst gewesen sein? Bei welcher Truppe?«
»Bei der Garde, du Sohn eines Schakals.«
Ich trat einen Schritt näher zu ihm heran und erhob die Rechte.
»Wage es noch einmal, mich zu schimpfen, so gebe ich dir eine Ssille, das heißt eine solche Ohrfeige, daß du morgen deine Nase für ein Minaret ansehen sollst! Du wärst mir der Kerl, ein Oberst gewesen zu sein! So etwas darfst du wohl hier deinen Oasenhelden weismachen, nicht aber mir; verstanden!«
Er erhob sich mit ungewöhnlicher Schnelligkeit. Das war ihm noch nie vorgekommen, das ging über alle seine Begriffe; er starrte mich an, als ob ich ein Gespenst sei, und stotterte dann, ich weiß nicht, ob vor Wut oder vor Verlegenheit: