»Es ist eine schöne That, Tausende gefangen zu nehmen, ohne daß ein Kampf stattfindet.«
»Diese That wäre Mohammed Emin nicht gelungen. Er ist stark und tapfer; aber er hat einen fremden Feldherrn bei sich gehabt.«
»Einen fremden?« fragte der schlaue Bey.
Ihn ärgerte jedenfalls die Nichtbeachtung, die mir von seiten des Häuptlings widerfahren war, und er ergriff nun die Gelegenheit, ihn zu beschämen. Dabei konnte es natürlich auf ein Übermaß von Lob gar nicht ankommen.
»Ja, einen fremden,« antwortete der Häuptling. »Weißt du das noch nicht?«
»Erzähle es!«
Und der Kurde that es in folgender Weise:
»»Mohammed Emin, der Scheik der Haddedihn, saß vor seinem Zelte, um Rat zu halten mit den Ältesten seines Stammes. Da that sich eine Wolke auf, und ein Reiter kam herab, dessen Pferd grad mitten im Kreise der Alten die Erde berührte.
»Sallam aaleïkum!« grüßte er.
»Aaleïkum sallah!« antwortete Mohammed Emin. »Fremdling, wer bist du, und woher kommst du?«