„Das ist ja vortrefflich, ganz vortrefflich!” rief er aus. „Und das können Sie Alles bei mir erreichen, am besten und schnellsten bei mir!”
„Wieso?”
„Sie geben diese Sachen bei mir in Druck und machen diesen Freytag und sein neues Blatt damit tot!”
„Das wäre allerdings bequem. Aber wenn mir Ihr ,Beobachter an der Elbe’ nicht gefällt? Ich kenne ihn ja nicht.”
„So lassen wir ihn eingehen, und Sie gründen ein neues Blatt an seiner Stelle!”
„Was für eines?”
„Ganz nach Ihrem Belieben, wie es für Ihre Zwecke paßt!”
Ich gestehe, daß er mich durch dieses Versprechen schon mehr als halb gewann. Das klang in Beziehung auf meine Pläne ja fast wie ein Himmelsgeschenk! Er fügte noch weitere Versprechungen hinzu, durch welche er es mir leicht machte, auf seine Wünsche einzugehen. Hierzu kamen meine eigenen Erwägungen. Es wurde mir hier ganz unerwartet die prächtigste Gelegenheit geboten, den Buchdruck, die Schriftsetzerei, die Stereotypie und alles noch hierher Gehörige in bequemster Weise kennenzulernen. Das hatte für mich als Schriftsteller sehr hohen Wert und wurde mir wahrscheinlich nie wieder geboten. Der Gehalt, den [sic] Münchmeyer mir zahlen konnte, war zwar nicht bedeutend, aber es flossen mir ja außerdem derartige Honorare zu, daß ich ihn eigentlich gar nicht brauchte. Und ich war gar nicht gebunden. Er bot mir vierteljährige Kündigung an. Ich konnte also alle drei Monate gehen, wenn es mir nicht gefiel.
„Versuchen Sie es! Sagen Sie ja!” forderte er mich auf, indem er mir einen Monatsgehalt hinzählte.
„Wann hätte ich anzutreten?” fragte ich.