Weib
Wenn er nit gern kommt, soll ers bleiben lassen. Ich hab ihn nit grufen. Wendet sich wieder zum Spiegel und ordnet ihr Haar.
Mann
Jetzt wird er schon wieder Tag und Nacht auf der Grenzwach hocken. Aufgebracht, vor der Truhe Nit einmal den Truhendeckl hat er noch gezahlt. Kerl, der.
Weib vor dem Spiegel
Hol mir den Steckkamm. In der Schlafkammer liegt er; auf dem kleinen Tisch.
Mann seufzend
Ja, ja, Weib; wir zwei und das Haus am Marktplatz kommen auch sobald nit zusammen. Geht durch die Nebentür ab, die er hinter sich halb offen läßt.
Weib
vor dem Spiegel beschäftigt, zuversichtlich froh
Ja, mein lieber Jäger; geschlagene vier Tag ists jetzt schon her; und du bist seitdem nit wiederkommen. Befriedigt Aber gestern in der schlafenden Nacht hats dich doch zum Haus herzogen, wie die Muggen zum Licht. Hab dich ganz deutlich gsehen hinter dem alten Holunderbaum; und wie ein verliebter Kater zu meinem Schlafkammerfenster hinaufgschaut. Frohlockend Jägerle. Ich mein, ich mein — du hängst schon mit einem Bratzl; auf der Leimrutn.