Aber lassen Sie dem Schneider die Freud. Stellt sich ruhig vor den Mann hin. Da; Schneiderle, stich. Du bringst mirs ja gar nit durch die Rippen ein. Da der Mann in seiner Schwäche zitternd unschlüssig mit dem Messer dasteht, zum Weib. Halten Sie ihn; sonst fallt er um. Es sieht einen Augenblick aus, als wollte er sich in ausbrechendem Haß auf ihn stürzen. Bezwingt sich Ich muß grad laufen, sonst zerdruck ich ihn noch mit mein Augendeckl; in der offenen Eingangtüre sich noch einmal umwendend, haßerfüllt den Schneider. Ab.
Weib
enttäuscht zum Mann, der am ganzen Leib zitternd dasteht
Jetz steck nur deinen Feitel ein und setz dich; du bist ja weiß wie ein Leintuch. Geleitet ihn zu einem Sitz. Er ist schon weg. Brauchst dich nimmer zu fürchten.
Mann fährt herum
Wer fürcht sich? Sitzt Sag, Weib: Warum hat denn der so eine Wut auf mich?
Weib
Hättst ihn gfragt; ich steck nit in seiner Haut drin. Dann Also was willst? Ah ja, richtig: Die Filzbatschen und frische Strümpf. Zieht die Filzschuhe unter einer Bank hervor und stellt sie etwas unwirsch zu seinen Füßen hin. Geht zur Kommode und entnimmt der untersten Schublade ein Paar Strümpfe.
Mann
noch immer außer Atem; keuchend
So ein Lümmel.
Weib