Aber als ich mit zurückkehrendem Blick den Ylonas traf, härtete ich mein zuckendes Herz und ich sagte ihr, daß mir nicht bestimmt sei, an Sehnsucht zu sterben. Und daß ich über die Leiden springend vieles tun wolle. Daß zahlreiche Frauen auf mich warteten, daß ich Ehren geil erstrebe, Fahrten unendlich unternähme und strahlende Großherzoginnen besäße, stürbe auch darunter weg das Herz vor Trauer wie eine abgebissene Frucht.

Da sah sie mich an und lächelte.

Und ihr Lächeln ward so irr und süß, daß ich wild erschrak, und, Höllen ahnend, die ich nicht kannte, die Sehnsucht aufschoß gegen die Einsamkeit.

Aber sie tat ihr Lächeln nicht weg, und da hielt ich es nicht mehr aus.

Ich stand auf.

Ich ging hinüber in den Saal.

Mit bronzener Reiterpauke, die Großen Friedrichs Regimenter in die Schlacht gedröhnt, begann ich den Umzug. Starr und zeremoniell. Feierlich paukte ich durch den endlosen Gang und jedes Zimmer.

Und jedes Bewohner schloß sich an.

Einer nach dem andern in weißen Kleidern gingen wir durch die Flure und Räume, jedes Gesang war wilder und irrer in dieser Nacht.

Die Dunkelheit der Fenster lag blind gegen die Mondnacht. Landschaft glühte vergehend in magischem Weiß. Aus Giebel und Gebälk brach ein schreiender Eulenschwarm. Fledermäuse warfen sich entsetzt in den Zug.