Aus dem Meer wächst immer das eine, ich kann es nicht ansehen, es tötet mich, ich reiße die Augen gierig trotzdem danach, ich kann ja nicht anders, o wie ich verblute.

Aus dem Meer wächst Särö, die Obstbäume schmettern das Blühen gegen den Basalt, zur Terrasse des Schlosses schreien von der Klippe Kinder: „Mur“. Die Frau erhebt sich, sie winkt, ich spüre jede Linie, ich rieche ihren Geruch, ich empfinde es jetzt erst, ich will etwas sagen, ich weiß ihren Vornamen nicht, immer noch nicht.

Meine Hände gleiten herunter, ich habe keine Macht mehr über den Körper. Ich laufe weg, ich suche Cederström. Ich finde die Kabine nicht, ich weiß gar nicht, wohin er sich zurückzog, ich gehe auf Verdeck hin und her, immer allein, niemand geht sonst auf dem Verdeck, ich rede immerzu. Ich sehe das Meer nicht, was soll ich das Meer beschauen?

Ich sehe die geschorene Steppe, ich sehe Engländer, die Golf spielen, es gibt keine andere Welt, in der ich lebe. In Segelyachten liegen weißgekleidete Männer, das Blau der Nordsee wiegt die weiße stählerne Melodie der Blüten.

„Ich will nicht wissen, daß Ihre Bürger Elende sind wie alle, schöne Frau,“ sage ich lächelnd, jetzt verstehe ich erst meine Stimme, jetzt kommt es mit einem großen Durchbruch aus der Tiefe, wie woge ich, wie bin ich mächtig und wundervoll gespannt, aber wie elend geschieht mir, was habe ich von dem allem, die Grenze liegt vor mir, die Tatze ist schon gegen meine Stirn gebeugt.

Ich Armer, wie war ich geblendet, wie war ich geschlagen.

Wie liebte ich diese Frau und wußte es nicht.

Die Grenze rückt näher, ich kann mich nicht bewegen, am Reeling steht ganz unten am Heck Cederström. Ich bin ganz schwach, ich kann mich nicht bewegen, ich schaue nur immer hin, ob er mich höre, ich stammele: keine Hilfe von dir, mein Bruder?, nimm meinen Paß, Cederström, laß mir den deinen, laß mir die Rückkehr.

Ich muß nach Bohuslän, ich kann dir nicht sagen, warum dies so plötzlich, es geht um mein Leben.

Du kommst mit meinem Paß auch nach Deutschland, du bekommst einen anderen auf Eurer Gesandtschaft, aber ich, aber ich komme so zurück nach Schweden, hör mich, mein Bruder, o Gott, du kannst mich nicht verstehn.