DAISY: Vielleicht werden Sie meinen Entschluß so nötig haben wie ich den Ihren.
KEAN: Was planen Sie?
DAISY: Nichts, als daß ich von jetzt ab weiß, daß ich eine neue Mission habe.
KEAN: Gehen Sie zurück, und beweisen Sie mir, daß Sie, ohne das Wichtigste zu verlieren, das Leben nicht zu ertragen, sondern zu beherrschen verstehen. Zeigen Sie mir an einer Bagatelle, an einem Spaß, an einem Nichts, daß Sie die Kräfte und die Elastizität einer stählernen Seele haben. Und ich rate Ihnen zu.
DAISY: Ich wohne Richmond Street Vierundachtzig. Bei einer Amme.
KEAN: Ich werde Mittel finden, Ihnen Unterkommen zu sichern.
DAISY: Ich danke Ihnen, denn ich weiß, daß ich selbst Ihre Grausamkeit ertragen könnte. Weil ich Sie gesehen und besser verstanden habe als Sie sich.
SZENE VIER
DIENER blitzschnell den Kopf hereinsteckend: Prinz von Wales. Kean reißt Daisy an eine Fensterportiere und wirft die darüber, bleibt selbst beschattet. Knapp hinter dem Ruf des Dieners kommt der Prinz.
PRINZ VON WALES zum Diener: Ich bin durchnäßt. Vom Gaul und Regen. Mein Pferd wartet. Leihen Sie mir einen Mantel.