Da brach ein weißer Glanz auf dem Hügel auf. Der Fürst von Tanais bohrte in die Seite sich mit zwanzigtausend Rossen. Die Moscower bliesen stählerne Drommeten. Die Flitschpfeile der Tataren sausten in die Leiber ihrer Pferde wie in Faschinenkörbe. Klatschend spickten sie die hellen Bäuche.

Die weiße Flut vom Hügel schoß tiefer in die Masse. Durch die Wolke brach Timur zurück, die nackten Säbel zerhieben die Flanke der Brüllenden. Die Ebene dampfte in dickem Rot. Tataren nahmen die Säbel in die linke Hand und schlugen. Ein junger Sohn Yakous rief vorbeifliegend, tagelang müßten sie Scharten aus den Säbeln schleifen. Timur sah zu.

Axalla wälzte einen Haufen Gefangener heran.

Er zog einen Bogen mit der Hand: „Sklaven“.

Timur schüttelte den Kopf:

„Du hast zuviel jüdisches Blut, Axalla.“

Axalla warf sich nieder, eine Falte des Zorns in der Stirn. Timur gab das Zeichen, sie zu schlachten, zwanzigtausend. Er nahm Axallas Bogen und schoß nach einem Moscowerfürsten. Der Pfeil flog in seine Hüfte, sein Pferd machte einen Satz, er sprang fallend vor und zusammenbrechend, eine Hand auf dem Boden, die andere drohend mit dem Kopf gehoben, krisch er:

„Blutiger Hund“ . . .

Timur bewegte sich nicht, zielte in seinen Hals und warf ihn mit dem Schuß um sich selbst.

Dann zog er die linke Braue ein wenig hoch wie im Lächeln.