Und: „Was beweist es . . .?“ warf dieser ihm in den Mund zurück.

„Nichts für dich,“ sagte der König, auf jedem Wort ruhend, „aber zwei Dinge: Daß dein Sieg ein Irrtum ist und falsch — oder daß die Bestimmung des Gottes in mir ist, daß ich mich neige zur Prüfung.“

Da hub Timur den Arm zum erstenmal und brüllte: „Nein. Schwächling.“ Seine Stimme rollte durch das Zelt, daß die Vorhänge flogen.

Der König aber hob stumm fragend sein ruhiges Gesicht.

Dann sagte er: „Du leidest unter deinem Tun. Warum?“

Timur antwortete kalt, die größte Dienstbarkeit, die so hohe Häupter wie er mit Gott hätten, sei, daß kein Ende ihrer Ehre sei. Was er tue und handle, borge er von Gott. Gott sei in seinem Anfang und Ende, denn es sei seine Bestimmung, in so großen Kriegen zu sein.

„Woher weißt du das?“

Da aber lachte Timur rauh wie ein Wolf, und das Blut stürzte in sein Gesicht, daß es strahlte durch die Dämmerung des Zeltes:

„Wo ist der, der den Gegenbeweis aushielte.“

Nun senkte der König den Kopf. Er stand zitternd. Bleich.