„Nein,“ sagte Timur und sandte sie hinaus. Sofort ließ er Guines holen. Der nahm die Konstellation des Gestirns, zitterte und warnte vor neuem Zug.

Timur saß drei Wochen in seinem Zelt, kalkigen Auges, ohne Ton. Sein Kopf glühte stärker als eine Fackel aus den Spalten in der Dunkelheit. Sein Hirn wütete wie ein Stier. Dann machte er einen Ruck und brach auf.

Am Tage, wo er den Befehl gab, stürzte Miser Ulek erglühend auf seinen Pfühl, und er nahm sie mit.

Die Vorhut wurde in einem Tal, durch falsche Führer im Kreis geleitet, zusammengehauen. Timur, getrennt, erschossen sie zwei Pferde; mit der Frau auf dem Sattel erstürmte er einen Paß. Den Lederwams gespickt mit Eisenspitzen, entkam er wie eine wilde Sau stiebend.

Er sagte, als Miser Ulek vom Pferd sprang: „Du siegtest wieder nicht.“ Sie sah ihn kurz an, bekam Spott um den Mund und hängte sich mittags mit einer Schnur an das Fenster. Doch er schnitt sie ab. Unbewegt, fast lachend, so ruhig. „Es ist noch nicht das Ende,“ sagte er.

Hinaustretend ließ er Führer köpfen, einen Schwarm Unterführer zerreißen, er schaute zu. Zurücktretend aus dem Dampf des Blutes, Kraft und Trotz aus der Grausamkeit in die zusammengezogene Brust gesogen, sah er auf die Frauenlager, demütigte kalt den Blick der Chinesin und unternahm zum zweitenmal den Zug.

Er gelang. Mit klarer Stirn, die Augen unmäßig herausgeschwollen, leitete Timur den Kampftag. In seiner Nähe hielt keiner. Es ging ein unsichtbarer Sturm um ihn. Die Achseln zusammengedrückt, den Körper vergrimmt, stieß er Willen aus sich, als kämpfe er mit einem unsichtbaren Feind.

Er ließ dem Emir den Kopf abschlagen. Er sandte ihn Miser Ulek. Sie ließ ihn am Eingang des Paradieses auf eine Säule hängen.

Timur ließ, zurückgekehrt, die Chinesin in sein Zelt tragen: „Was sagtest du Schlechtes? Es gelang.“

Sie lächelte: „Das Blut steht dir überm Mund. Du darfst nicht weiter.“