Bist du es, Louise? Du solltest nur wissen, mit wem ich hier bin, kannst du kommen? Das ist schön. Wir sind im Grand. Das darf ich nicht sagen. Doch, freilich ist es ein Mann, aber jetzt ist er ein Herr, mehr sage ich nicht. Kommst du also? Nun, was gibt es da lang zu überlegen? Verwandte? Ja ja, du mußt tun, wie du meinst, aber —. Doch, er steht hier bei mir. Du hast es aber eilig! Also leb wohl.

Fräulein Elisabet läutete ab und sagte kurz:

Sie muß zu Verwandten.

Wir setzen uns wieder an unseren Tisch. Es kommt mehr Wein, ich versuche lustig zu sein und schlage Champagner vor. Ja, danke. Wie wir gerade am gemütlichsten beisammen sitzen, sagt die junge Dame:

Da ist Bewer. Das ist jetzt wirklich ausgezeichnet, daß wir Champagner haben.

Ich bin nur von einem einzigen Gedanken erfüllt, und als ich nun meine Kunst zeigen und das gnädige Fräulein zum Vorteil eines anderen betören soll, sage ich das Eine, denke aber dabei an etwas ganz anderes. Da muß es ja verkehrt gehen.

Ich kann das Telephongespräch nicht aus dem Kopf bringen: sicher hat sie den Zusammenhang geahnt und wußte, daß ich es war, der auf sie wartete. Was hatte ich aber nur verbrochen? Warum in aller Welt hatte ich denn auf Övrebö so rasch meinen Abschied bekommen, warum war Falkenberg für mich eingestellt worden? Der Kapitän und seine Frau waren zwar vielleicht nicht immer die besten Freunde, aber er hatte wohl doch eine Gefahr in mir geahnt und seine Frau vor einem lächerlichen Fall bewahren wollen. Und da schämte sie sich jetzt hier, weil ich auf ihrem Hof bedienstet gewesen war, ihren Kutscher hatte machen müssen, und weil sie zweimal den Proviant mit mir geteilt hatte. Und sie schämte sich meines gesetzten Alters .....

Nein, so geht es nicht, meint Fräulein Elisabet.

Da gebe ich mir also wieder Mühe und sage allerlei närrisches Zeug, bis sie lachen muß, trinke viel und werde waghalsiger und erfinderisch. Schließlich scheint das Fräulein zu glauben, daß ich wirklich auf eigene Rechnung arbeite. Sie sieht mich an.

Ist das wahr, finden Sie wirklich, daß ich hübsch bin?