Er versteht seine Sache, der Bursche, Marie.
Auf dem Heimweg war die gnädige Frau auf dem unhaltbaren Standpunkt angelangt, sie könne, wenn sie die Wasserleitung ins Haus bekäme, eines der Mädchen entbehren. Um sie nicht im Stich zu lassen, bemerkte ich:
Besonders vielleicht im Sommer. Und das Bewässern des Gartens würde durch eine Wasserschlange besorgt, die man durch das Kellerfenster führen könne.
Nein, hast du so etwas gehört! rief sie aus.
Und noch wagte ich nicht von einer Wasserleitung bis zum Stall zu sprechen. Die ganze Zeit hatte ich daran gedacht, daß die Stallmagd, wenn man den Brunnen doppelt so groß graben und einen Seitenarm der Leitung bis zum Stall legen würde, die gleiche Erleichterung haben könnte, wie die Köchin. Aber das mußte die Kosten ungefähr verdoppeln. Es war nicht ratsam, einen so großen Plan zu entwerfen.
Schon wie die Sache jetzt stand, mußte ich darauf eingehen, auf Grindhusen zu warten. Der Pfarrer sagte, er wolle erst noch einmal darüber schlafen.
7.
Nun mußte ich meinen Kameraden darauf vorbereiten, daß der Brunnen oben auf der Anhöhe gegraben werden sollte. Um ihn nicht mißtrauisch zu machen, schob ich alle Schuld auf den Pfarrer, er sei zuerst darauf gekommen, ich aber hätte ihn bei diesem Plan unterstützt. Grindhusen war zufrieden, er erfaßte sofort, daß das Ganze mehr Arbeit für uns bedeutete, da wir nun auch einen Graben für die Leitung herstellen mußten.
Es traf sich so glücklich, daß der Pfarrer am Montag früh mit folgenden, halb scherzhaften Worten sich an Grindhusen wandte:
Dein Kamerad und ich haben beschlossen, den Brunnen da oben auf der Anhöhe zu graben und eine Leitung herunterzulegen, was sagst du zu diesem verrückten Plan?