Als ich ihm aber in der Mittagspause das Haar schnitt, beleidigte ich ihn abermals, weil ich ihm riet, sich den Kopf zu waschen.
Daß ein so bejahrter Kerl wie du so verrückt sein kann, sagte er.
Und Gott weiß, ob Grindhusen nicht recht hatte! Er hatte noch sein ganzes rotes Haar auf dem Kopf, obwohl er Großvater war .....
Fing es denn jetzt an in der Scheune zu spuken? Wer war plötzlich eines Tages dagewesen und hatte alles geordnet und es gemütlich gemacht? Wir hatten jeder unsere eigene Liegestatt, Grindhusen und ich, ich hatte mir zwei Decken gekauft, er dagegen schlief jede Nacht in allen Kleidern, wie er ging und stand, er bohrte sich nur irgendwo ins Heu hinein. Seit nun meine beiden Decken schön hingelegt waren, sah mein Lager einem Bette täuschend ähnlich. Ich hatte nichts dagegen; da wollte mir wohl eines der Mädchen gute Sitten beibringen. Mir konnte das ja gleich sein.
Nun sollte ich im ersten Stock die Löcher in den Boden sägen, aber die gnädige Frau bat mich, bis zum nächsten Tag zu warten; der Pfarrer reise da in die Annexgemeinde und würde auf diese Weise nicht durch mich gestört. Als aber der nächste Morgen kam, wurde es wieder verschoben, Fräulein Elisabet stand fertig da und wollte zum Landhändler gehen und große Einkäufe machen, und ich sollte sie begleiten, um alles zu tragen.
Gut, sagte ich, ich werde nachkommen.
Das seltsame Mädchen! Hatte sie sich denn entschlossen, meine Begleitung zu dulden? Sie sagte:
Aber findest du denn den Weg allein?
Ja freilich. Ich bin früher schon da gewesen, wir kaufen unsere Lebensmittel dort.
Da ich in meinem lehmigen Arbeitsanzug nicht gut durch das ganze Dorf gehen konnte, schlüpfte ich in meine Staatshose, behielt jedoch die Bluse an. So begab ich mich auf den Weg. Es war über eine halbe Meile weit; im letzten Viertel sah ich Fräulein Elisabet hie und da vor mir, aber ich achtete darauf, daß ich ihr nicht zu dicht auf den Fersen war. Einmal drehte sie sich um; da machte ich mich winzig klein und drückte mich an den Waldrand.