Dann trieb ich mich auf dem Hof und auf den Äckern umher, alles war gut gepflegt, und die Ernte war im Haus; sogar die Heinzen mit dem Kartoffelkraut, die an vielen Stellen noch draußen stehen bleiben, bis der Schnee kommt, waren schon eingefahren. Ich sah keine Arbeit für uns. Das waren gewiß reiche Leute.
Als es gegen Abend ging, und Falkenberg immer noch den Flügel stimmte, nahm ich ein wenig von unserem Mundvorrat und entfernte mich vom Hof, um nicht zum Abendessen aufgefordert zu werden. Mond und Sterne standen am Himmel, aber mir behagte es, mich in den Wald hineinzutasten bis dorthin, wo er am dichtesten war, und mich im Finstern hinzusetzen. Dort war es auch am wärmsten. Welche Stille auf der Erde und in der Luft! Es war jetzt kühl geworden, der Boden bereifte sich, hier und dort hörte man einen spröden Laut in den Halmen, eine kleine Maus pfiff, eine Krähe strich über die Baumwipfel hin — dann schwieg wieder alles. Hast du je in deinem Leben schon einmal ein so helles Haar gesehen? Nein. Herrlich erschaffen von oben bis unten, der Mund ganz wundervoll und reif, und in ihrem Haar rieseln Glanzlichter. Wer doch ein Diadem aus seinem Wanderbündel nehmen und es ihr schenken könnte! Ich will eine blaßrosa Muschel suchen und einen Nagel daraus machen, dann überreiche ich ihr die Pfeife für ihren Mann, das tue ich .....
Falkenberg begegnet mir draußen auf dem Hof und flüstert mir rasch zu:
Sie hat schon Antwort von ihrem Mann, wir können im Wald Bäume fällen. Bist du das gewöhnt?
Ja.
Dann geh in die Küche, sie fragt nach dir.
Ich ging hinein und Frau Falkenberg sagte:
Wo waren Sie? Bitte kommen Sie zum Essen. Sie haben schon gegessen? Wo?
Wir haben Mundvorrat bei uns.
Das wäre nicht nötig gewesen. Wollen Sie auch keinen Tee haben? Wirklich nicht? ..... Ich habe von meinem Mann schon Antwort bekommen. Können Sie Bäume fällen? Das ist schön. Sehen Sie hier: Brauchen zwei Holzfäller, Petter soll Arbeit anweisen .....