Du lügst, erwiderte ich erbittert. Du wirst mich niemals in eine Weibergeschichte verwickelt sehen, solange ich hier auf dem Hof bin.

Nein, auch ich werde des Nachts zu keinem Mädchen mehr gehen. Glaubst du, sie kommt heute abend zu uns heraus? Mir ist die Mohnblume erst heute eingefallen. Hör’ zu.

Falkenberg sang von der Mohnblume.

Du bist ja gut dran mit deinem Gesang, sagte ich; aber von uns wird sie doch keiner bekommen.

Sie bekommen! Hat man schon so einen Affen gesehen!

Oh, wenn ich jung und reich und schön wäre, könnte ich sie wohl bekommen, sagte ich.

Ja, dann. Da würde ich sie auch bekommen. Aber der Kapitän wäre ja auch noch da.

Ja, und dann wärst du noch da. Und dann wäre ich noch da. Und dann wäre sie und die ganze Welt noch da. Und dann könnten wir wahrhaftig alle beide unseren schamlosen Mund halten, sagte ich und war wütend auf mich selbst wegen meines kindischen Geschwätzes. Ist es möglich, daß zwei Holzfäller solch einen Unsinn schwätzen?

Wir wurden alle beide bleich und mager, und Falkenbergs kränkliches Gesicht bekam viele Runzeln; keiner von uns aß so wie früher. Um unseren Zustand voreinander zu verbergen, pfiff ich immer lustige Melodien vor mich hin, während Falkenberg bei jeder Mahlzeit verkündete, er esse zu viel und werde steif und faul davon.

Ihr eßt ja gar nichts, sagte Frau Falkenberg oft, wenn wir wieder zuviel von unserem Proviant mit heimbrachten. Was seid Ihr doch für Holzfäller!