Hast du gehört? sagte Frau Falkenberg zu ihrer Freundin, hast du seine Stimme gehört? Das ist der Sänger.
Wie ärgerte ich mich, weil ich so viel geredet und ihren Wunsch nicht bemerkt hatte! Ich wollte ihr zeigen, daß ich ihre Zurechtweisung verstand. Und übrigens war ich ja in Fräulein Elisabet und in keine andere verliebt; die war nicht launisch, und sie war ebenso schön wie die andere, ja tausendmal schöner. Ich wollte mich als Knecht bei ihrem Vater verdingen ..... Nun machte ich es mir zur Regel, sooft die gnädige Frau mich ansprach, erst zu Falkenberg und dann zu ihr hinzusehen und mit meiner Antwort zu warten, als fürchte ich, es sei nicht an mir zu antworten. Ich glaube, mein Betragen war ihr ein wenig schmerzlich, und sie sagte einmal mit einem kleinlauten Lächeln: Doch doch, ich habe Sie schon gefragt.
Dieses Lächeln und diese Worte ..... Eine Freude durchwirbelte mein Herz, ich begann mit der ganzen Kraft, die ich mir durch die Übung angeeignet hatte, meine Axt zu schwingen und hieb tiefe Kerben in die Bäume. Und die Arbeit ging wie ein Spiel. Und hie und da hörte ich, wovon gesprochen wurde.
Heute abend werde ich ihnen etwas vorsingen, sagte Falkenberg, als wir allein waren.
Der Abend kam.
Ich stand draußen auf dem Hofplatz und sprach einen Augenblick mit dem Kapitän. Wir hatten noch für drei, vier Tage Arbeit im Wald.
Wo werdet Ihr dann hinreisen?
Zum Eisenbahnbau.
Vielleicht habe ich hier für Euch Verwendung, sagte der Kapitän. Ich will den Weg, der den Hof mit der Landstraße verbindet, verlegen, er ist zu steil, kommen Sie, ich will es Ihnen zeigen.
Er führte mich auf die Südseite des Hauptgebäudes und begann zu deuten, obwohl es schon etwas zu dunkel war.