Da dachte ich immer und immer wieder: warum hatte sie nun mich zum Kutscher gewählt? Vielleicht nur als kleine Entschädigung dafür, daß Falkenberg im Zimmer hatte singen dürfen. Aber verstanden denn diese Menschen nicht, daß ich ein Mann war, der in kurzer Zeit seine Erfindung fertig haben und gar keine Wohltaten mehr brauchen würde!
Gelangweilt und mit saurer Miene ging ich umher, aß in der Küche, wurde von Oline wegen der Wasserleitung gelobt, pflegte meine Pferde. Als es dunkel war, ging ich mit meiner Decke zur Scheune .....
Ich erwachte davon, daß jemand an mir herumtastete.
Hier darfst du doch nicht liegen bleiben, das mußt du doch einsehen, du erfrierst ja, sagte die Pfarrersfrau. Komm, ich will dich führen.
Eine Weile verhandelten wir darüber, ich wollte nicht fort und brachte auch sie soweit, daß sie sich setzte. Sie war wie eine Flamme, nein, eine Tochter der Natur. In ihrem Inneren spielte noch ein hinreißender Walzer.
24.
Am nächsten Morgen stand es besser um meine Laune, ich war abgekühlt und verständig, ich entsagte. Nur hätte ich mich besser auf meinen Vorteil verstehen und niemals diesen Ort verlassen sollen. Ich hätte hier Knecht werden können und der erste unter meinesgleichen sein. Ja, und hätte mich gründlich in ein stilles Landleben verwurzeln können.
Frau Falkenberg stand im Hof. Diese helle Frau war wie eine Säule, rank und frei und ohne Hut stand sie auf dem weiten Hofplatz.
Ich wünschte Guten Morgen.
Guten Morgen! antwortete sie und kam auf mich zugeschritten. Ganz leise sagte sie: Ich hätte gerne nachgesehen, wie man Sie gestern abend untergebracht hatte, aber ich kam nicht los. Doch, natürlich kam ich los, aber ..... Sie lagen doch nicht auf dem Heu?