zwölftens

[zwote s. [zweite]

Druck vom Bibliographischen Institut in Leipzig.

Fußnoten:

[1] Auch die britische Royal Geographical Society hat kürzlich beschlossen, in geographischen Namen den K-Laut überall durch k zu bezeichnen, auch da, wo sonst herkömmlich c geschrieben wurde.

[2] Preußen verlangt ſs, Württemberg ß. Da die Anwendung zweier Buchstaben für einen Laut ein Notbehelf ist und namentlich für die Schüler, z. B. bei der Silbentrennung, etwas Irreführendes hat, so verdient ß den Vorzug. Nur muß es in einer Weise dargestellt werden, daß es nicht aus dem Charakter der lateinischen Schrift herausfällt.

[3] Bayern und Württemberg lassen pf, Bayern auch sp, st, ck und tz stets ungetrennt auf die zweite Zeile treten; Württemberg läßt nur die Trennung Laſ- ten, Waſ- ser (nicht auch Las- ten, Was- ser) zu, überdies nimmt es bei Superlativformen st stets auf die zweite Zeile, z. B. genau- ste, treu- ste; W. trennt Städ- te, Verwand- te, B. erwähnt diesen Fall gar nicht; B. und W. lassen ng stets ungetrennt auf der ersten Zeile, z. B. Fing- er, Hoffnung- en.

[4] Der »Neudruck« schließt sich unserer Auffassung an, indem er das Wort »gebildet« durch »behandelt« ersetzt; dadurch werden also auch die vollen Formen ausdrücklich als berechtigt anerkannt.

[5] Württemberg verwirft grundsätzlich überall den Ausfall des es und schreibt daher nicht nur: der närrischeste, du mischest, sondern auch: du reisest, liesest etc. Doch findet sich in dem Wörterverzeichnis die verkürzte Form du beizst. Nach diesem Muster würde es, wo es die verkürzten Formen überhaupt zuläßt, nur das e, nicht das s ausfallen lassen, also du heißst, der närrischste etc.