Selicour. Erlauben aber Euer Excellenz—eine solche Schrift könnte für ihren Verfasser, könnte für Sie selbst bedenkliche Folgen haben.
Narbonne. Das kümmert mich nicht—Keine Gefahr, keine persönliche
Rücksicht darf in Anschlag kommen, wo die Pflicht gebietet.
Selicour. Das ist würdig gedacht!
Narbonne. Sie sind der Mann zu diesem Werk—Ich brauche Ihnen weiter nichts darüber zu sagen.—Sie kennen das Uebel so gut und besser noch, als ich selbst.
Selicour. Und ich bin, hoffe ich, mit Ihnen darüber einerlei Meinung.
Narbonne. Ohne Zweifel. Dies Geschäft hat Eile. Ich verlasse Sie; verlieren Sie keine Zeit, es ist gerade jetzt der günstige Augenblick —ich möchte es wo möglich noch heute an die Behörde absenden.—Kurz und bündig—es kann mit Wenigem viel gesagt werden! Leben Sie wohl! Gehen Sie ja gleich an die Arbeit! (Er geht ab.)
Sechster Auftritt.
Selicour. Madame Belmont.
Mad. Belmont. Sind Sie allein, Herr Selicour? Ich wollte erwarten, bis er weggegangen wäre—er darf nichts davon wissen.
Selicour. Wovon ist die Rede, Madame?