Robineau. So kann ich gar nicht aus ihr klug werden; denn zu uns sagte sie, sie wäre gern nach Paris gekommen, aber der Vetter habe es durchaus nicht haben wollen!

Selicour. Die gute Frau weiß selbst nicht immer, was sie will!— Aber sie nothleidend zu wissen—ach Gott! Das jammert mich und schneidet mir ins Herz.

Mad. Belmont. Ich glaub's Ihnen wohl, Herr Selicour! Aber Sie werden bald Rath geschafft haben. Ich gehe jetzt und lasse Sie mit Ihrem Vetter allein.—Glücklich ist die Gattin, die Sie einst besitzen wird. Ein so pflichtvoller Sohn wird gewiß auch ein zärtlicher Gatte werden! (Ab.)

Achter Auftritt.

Selicour und Robineau.

Robineau. Meiner Treu, Herr Vetter, ich bin ganz verwundert über Ihn —eine so herzliche Aufnahme hätt' ich mir gar nicht von Ihm erwartet. Der ist gar stolz und hochmüthig, hieß es, der wird dich gar nicht mehr erkennen!

Selicour (nachdem er wohl nachgesehen, ob Madame Belmont auch fort ist). Sage mir, du Esel! Was fällt dir ein, daß du mir hier so zur Unzeit über den Hals kommst!

Robineau. Nun, nun! Wie ich Ihm schon sagte, ich komme, mein Glück zu machen!

Selicour. Dein Glück zu machen! Der Schafskopf!

Robineau. Ei, ei, Vetter! Wie Er mit mir umgeht; ich lasse mir nicht so begegnen.