La Roche. Was bezahlst du ihm für die Exercitien, die er dir ausarbeitet?
Selicour. Nimm dich in Acht, Freund Roche!—Ich könnte dir schlimme
Händel anrichten.
La Roche. Werde nicht böse, Freund Selicour!—Der Zorn verräth ein böses Gewissen.
Selicour. Freilich sollte ich über deine Thorheit nur lachen.
La Roche. Du verachtest einen Feind, der dir zu schwach scheint.
Ich will darauf denken, deine Achtung zu verdienen! (Geht ab.)
Dritter Auftritt.
Selicour allein.
Sie wollen den Firmin zum Gesandten haben.—Gemach, Kamerad!—So weit sind wir noch nicht.—Aber Firmin betrug sich immer so gut gegen mich.—Es ist der Sohn vermutlich—der junge Mensch, der sich mit Versen abgibt, ganz gewiß—und dieser La Roche ist's, der sie hetzt!—Dieser Firmin hat Verdienste, ich muß es gestehen, und wenn sie je seinen Ehrgeiz aufwecken, so kenne ich Keinen, der mir gefährlicher wäre.—Das muß verhütet werden!—Aber in welcher Klemme sehe ich mich!—Eben diese beiden Firmins wären mir jetzt gerade höchst nöthig, der Vater mit seinen Einsichten und der Sohn mit seinen Versen.—Laß uns fürs erste Nutzen von ihnen ziehen, und dann schafft man sie sich schon gelegentlich vom Halse.
Vierter Auftritt.
Firmin der Vater und Selicour.