Ein deutsches Weihnachtsspiel

»Im Stall zu Bethlehem«

In vier Aufzügen mit Text, Buntfiguren
und Anleitung zum Bühnenbau

bearbeitet von M. Brethfeld und Th. Göhl

Verlag: Landesverein Sächsischer Heimatschutz
Dresden-A., Schießgasse 24

Preis M. 6.–

Bestellkarte in diesem Heft

Im Stall zu Bethlehem – unter diesem Titel hat der Landesverein Sächsischer Heimatschutz ein deutsches Weihnachtsspiel für unsere Jugend herausgegeben, das freudiger Empfehlung würdig ist. Urheber sind die Pädagogen M. Brethfeld und Th. Göhl, denen es aus ihrer Erziehertätigkeit heraus entstanden ist. Die Jugend soll, soweit es möglich, das Krippenspiel selbst herstellen und selbst aufführen, und auch die Zuschauer sollen durch Vers und Volkslied zu Mithandelnden werden. Ein löblicher erzieherischer Grundsatz in einer Zeit, wo die Unterhaltung bedauerlicherweise sogar in Haus und Familie so oft von bezahlten Kräften besorgt wird, anstatt daß alle zu eigener Befriedigung mitwirken. Und noch eine zweite niederdrückende Erfahrung bewog die Herausgeber, dem Krippenspiel gerade die gewählte Form zu geben: die Erfahrung, daß unsere Jugend in Kino und Theater an Weihnachtsspiele gewöhnt wird, die an äußerem Aufwand immer reicher werden, die uns aber immer weiter wegführen von den wahren Quellen innerer Volkskraft, immer weiter weg von Einfachheit, Wahrhaftigkeit und schlichter Innerlichkeit. Sogar der Christbaum ist der gedankenlosen äußeren Bereicherung und inneren Verarmung verfallen. Durch ihr Krippenspiel wollen die Herausgeber mit den Mitteln einer natürlichen und schlichten Volks- und Kinderkunst mithelfen im Kampfe gegen Veräußerlichung und Verflachung unseres schönen Weihnachtsfestes, bei der Vertiefung und Verinnerlichung des Weihnachtsgedankens und des Weihnachtsgefühls. Das Spiel besteht aus vier Bogen mit Figuren, die ausgeschnitten werden müssen – Maria, Joseph und das Kind in der Krippe, die Hirten, die heiligen drei Könige usw. – dazu kommt eine Anleitung zum Aufbauen des Theaters, wozu die einfachsten Mittel ausreichen und keine besondere Kunstfertigkeit beansprucht wird, und endlich der Text, der ein Vorspiel und vier Aufzüge umfaßt. Auch einige von den alten schönen Weihnachtsliedern sind hineinverwebt, die von allen Kindern, mitwirkenden wie zuschauenden, gesungen werden sollen. Die Aufführung dürfte höchstens eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. – Allen, die an der heimatlichen Volkskunst Anteil nehmen und im Sinne der obigen Sätze an der Gesundung unserer Unterhaltung mitarbeiten möchten, sei das Weihnachtsspiel bestens empfohlen. Das Spiel kostet M. 6.– und ist beim Landesverein Sächsischer Heimatschutz, Dresden-A., Schießgasse 24, erhältlich.


Bunte Gassen,
helle Straßen