wirf das umhüllende Papier,

das fettgetränkte, nicht von dir.

Wirf’s in den Korb, du hast ja Zeit,

nichts geht doch über Reinlichkeit!«

Dann suchte er pflichtschuldigst in allen seinen Taschen nach Straßenbahnfahrscheinen und allen möglichen Papierresten und ließ sie in Marke Tatras Drahtleib fallen. Marke Tatra war unglücklich:

»Ich verstehe zwar nicht viel von Literatur,« dachte er. »Aber so ein Vers gehört in den Papierkorb. Ich schäme mich, daß ich hier stehe. Eigentlich sollten sich die Menschen schämen, daß auf dem Ruheplatz im Wald ein Papierkorb nötig ist. Sie haben doch einen Papierkorb zu Hause! Und wenn sie wirklich hier ihr Frühstück auspacken. So ein bißchen Papier ist doch keine Last, daß man es nicht nach Hause tragen könnte! Hier müßte ich doch tatsächlich überflüssig sein. Wenn die Menschen so vernünftig wären, wie sie immer tun, müßten sie das doch einsehen. Ich stehe hier – ein Papierkorb im Walde – als eine Geschmacklosigkeit. Und sie sind schuld daran, weil ihresgleichen so geschmacklos ist, Papier liegen zu lassen hier im Walde, wo es nun auch gar nicht hingehört.«

Und nun brüllt das Schild noch dazu: »Ich weiß, daß Ihr keinen Sinn habt für die Reinheit des Waldes. Ich sehe es Euch an, Ihr wollt Papier wegwerfen, legt es wenigstens in den Papierkorb.«

Marke Tatra erging sich immer wieder in Erwägungen über seine verfehlte Lebensaufgabe. Er war überzeugt, daß er nicht am rechten Platze war, er mußte hier überflüssig sein. Wie gern wollte er im dunkelsten Büro, in der Ecke im Schulhofe stehen, aber hier im Walde? Es war wirklich zu viel verlangt.

Marke Tatra regte sich wahnsinnig auf. Seine Ölfarbenhaut zerriß. Er fing an zu rosten.

»Ich will gern sterben,« sagte er, »aber wenn ich zusammenbreche, muß auch der schreckliche Vers im Papierkorb enden. Wenn er noch stünde und ich wär nicht mehr da, wäre das Unheil nicht abzusehen!«