Die erbetene Summe von 1 Goldmark ist selbstverständlich der Mindestbeitrag, den wir zu fordern gezwungen sind in Rücksicht darauf, daß die Kosten dieses Heftes ganz erhebliche sind, und daß ja alle Veröffentlichungen heute weit höher bezahlt werden müssen, als in Friedenszeiten. Man nehme sich ein Beispiel an den Zeitungen, an den illustrierten Zeitschriften, die das zwei- bis dreifache des Vorkriegspreises kosten.

Um deswillen bitten wir alle diejenigen, die das weitere Durchhalten unsres Vereins anerkennen, die verstehen, was es heißt, daß wir heute noch genau dieselben Veröffentlichungen herausgeben wie vor dem Kriege, freiwillig nach ihrem Können die obenerbetene 1 Goldmark zu erhöhen und uns dadurch in die Lage zu versetzen, der ganz beträchtlichen Zahl der Erwerbslosen, der Kleinrentner, die wir ohne Beitragszahlung auch heute noch als Mitglieder führen, weiterhin unsre Hefte von der Heimat, vom Vaterland zugehen zu lassen.

Eine besondere Bitte haben wir an alle diejenigen, die bisher sich in dankenswerter Weise dem Einkassieren unsrer Beiträge widmeten. Wir haben ausdrücklich betont, daß der Kurs der Goldmark zum Tage des Einganges bei uns gerechnet wird, und wir möchten alle diejenigen, die nicht in der Lage sind, im Automobiltempo einzukassieren, bitten, die Beiträge in wertbeständigem Geld zu verlangen, damit uns das Einkassieren, für das wir herzlich dankbar sind, keine Verluste bringt, denn das liegt ja nicht in der Absicht der lieben Menschen, die uns helfen.

Das letzte Heft unsrer diesjährigen Mitteilungen ist ebenfalls in Druck und wird nach Weihnachten mit der Einforderung eines weiteren Beitrages versandt.

Wir fügen diesmal keine Zahlkarte bei, damit der Anreiz, die langwierige Postschecküberweisung zu wählen, nicht gar zu groß wird.

Allen denen, die uns bisher halfen, unsern Verein durchzuhalten als einen der wenigen, die die schwere Zeit bis hierher überstanden haben, sagen wir aufrichtigsten, herzlichsten Dank mit der Bitte, uns weiter treu zur Seite zu stehen, bis dem deutschen Vaterland wieder einmal die Sonne scheint.

Mit deutschem Gruß!

Landesverein Sächsischer Heimatschutz

O. Seyffert,
Hofrat Professor

Michael,
Oberregierungsrat