Im Sommer des darauffolgenden Jahres kam der Großvater das erste Mal auf Besuch. Hiefür hatte die Mutter mich ein Trutzliedlein gelehrt; und als er nun bei uns in der Küche saß und mich auf dem Schoß hielt, drängte ich ungeduldig: „Großvata, Großvata, i kann was; du, Vata, hör doch! I kann was!“

„Glei derfst es sagn, Dirnei, glei,“ entgegnete er; denn er sprach noch mit der Mutter.

Und als ich es endlich sagen durfte, da sang ich: „Was braucht denn a Bauer, a Bauer an Huat; Für an so an gschertn Spitzbuam is a Zipflhaubn guat!“

Da sah ich statt des erwarteten Beifalls Tränen, die dem Großvater über die Wangen liefen, und nun merkte ich erst, was ich angestellt hatte.

„Großvata, i kann fei nix dafür!“ rief ich. „D’ Mutter hat mir’s g’lernt.“

Er antwortete nichts darauf und strich mir nur wie zur Beruhigung übers Haar.

Nachts dann im Bett, ich schlief bei ihm, klagte ich ihm mein Leid und bat ihn, mich doch wieder mitzunehmen.

Und als er am Abend des darauffolgenden Tages vom Ostbahnhof fortfuhr, hängte ich mich an ihn, und als er eingestiegen war, sprang ich auf das Trittbrett und klammerte mich fest, so daß es der Mutter nur mit großer Mühe gelang, mich von dem fahrenden Zuge herunterzureißen. Danach bekam ich meine Prügel, die wohl berechtigt, aber nicht das rechte Mittel waren, um die Dinge besser zu machen.

Nachdem mein Stiefvater das Geschäft einundeinhalb Jahr geführt hatte, konnte er das Anwesen mit gutem Nutzen wieder verkaufen; denn er war ein tüchtiger Metzger und Schenkkellner und hatte die Wirtschaft in kurzer Zeit in die Höhe gebracht. Daraufhin beschlossen die Eltern, einige Zeit zu privatisieren und nachträglich ihre Hochzeitsreise zu machen.