YGES
Das Zimmer der Schauspielerin Jeanne.
Es unterscheidet sich von dem bekannten Boudoir einer Frau durch den Versuch, das Blinkende und Verwirrende der vielen kleinen Toilettengegenstände durch die breite Ruhe einfarbiger Flächen zu mildern.
Jeanne sitzt in einem grauseidenen Négligé, das orange gefüttert ist, vor dem Spiegel und beendet ihre Toilette. — Sie ist 25 Jahre alt.
Das Telefon klingelt. Nachdem sie noch schnell etwas Rot aufgelegt hat, nimmt sie den Hörer ab.
JEANNE:
Hallo — Tag, Zaza! Schon zurück? — Was hast du für Kritiken bekommen? — Gratuliere — Aber das ist ganz unmöglich — Übermorgen fährt mein Schiff — Ja, schon einen Monat früher — Nein! Das Gastspiel dauert trotzdem nur sechs Monate. — Ich weiß nicht — Einsam? (Sie lacht.) Aber meine liebe Zaza! In Amerika wird es doch auch Frauen geben! — Yges bleibt hier. O, er hat soviel Photographien von mir gemacht. — Gott nein! Aber er findet mich sehr schön — (Sie lacht. Es klopft. Das Mädchen tritt herein.) Warte mal einen Moment. (Zum Mädchen) Was ist?
DAS MÄDCHEN:
Ein Herr wünscht gnädige Frau zu sprechen, weil der Herr Yges nicht da ist.
JEANNE: