RAINER:
Das hat hiermit nichts zu tun. Wenn du doch verstehen könntest, Gonn, wie wenig ich bin, wenn Yges nicht wäre. — Ohne Yges bin ich ein Weg ohne Ende.
GONN:
Und ich sage dir, daß dieses Ende nur ein Hindernis ist, das überwunden werden muß. Er hat natürlich ein Interesse daran, dich zum Vollstrecker seines Willens zu erziehen. Du hast das Geld, und ihm dürfte es nach seinem literarpolitischen Bruch mit der gesamten Presse schwer fallen, etwas zu verdienen. Soviel ich weiß, wird er sogar von Jeanne unterhalten. — Die infame Kritik deiner Utopie ist aus diesen Motiven zu verstehen. Er will dich nur zwingen, den „Prolog“ wieder herauszugeben. Das ist es.
RAINER:
Nein. Er fand mein Buch schlecht. Hätte er lügen sollen?
GONN:
Angenommen selbst, er ist aus letzten Gründen dein Gegner. Dann hätte er noch immer nicht aus der Minderwertigkeit des Buches auf eine Minderwertigkeit deines Charakters schließen dürfen. Daß er deinen Fuß bei diesem Fehltritt festgenagelt hat, das ist eine solche Roheit! — das zeigt, daß er an deine Verlogenheit stets geglaubt und nur auf den Erweis gewartet hat.
RAINER:
Erwiesen ist nichts; die Wette schwebt noch.