Rainer!

RAINER:

Ich komme zu Ihnen, Yges, um Sie zu bitten, den Vertrag zu lösen, den wir geschlossen haben. Trotzdem ich mein Recht auf den eigenen Tod nicht verkauft habe . . . ich fühle mich unfrei. Verstehen Sie mich, ich will Sie nicht betrügen, da ich Ihnen einen Anspruch auf mein Leben gegeben habe.

YGES:

Ich habe kein größeres Interesse an Ihrem Leben, als Sie es selbst haben müßten.

RAINER:

Yges — ich habe Ihnen während der vielen Jahre unserer Freundschaft den Einblick in meine Seele wie ein Kaufmann in seine Geschäftsbücher gestattet. Ich hatte den Ehrgeiz Ihnen über meine Einnahmen und Ausgaben Rechenschaft ablegen zu können. Sie sollten das Recht haben zu urteilen, ob ich mit meinem menschlichen Vermögen gut gewirtschaftet habe oder nicht. Ich wollte nicht an meine Ehrlichkeit glauben, wenn Sie sie nicht bestätigen konnten. Sie konnten es nicht. Ich habe mich erboten Ihnen Ihren Irrtum nachzuweisen. Aber ich erkannte vor einer Stunde, daß es zwecklos ist. Was ich nur verwickelt glaubte, ist — ist wirr.

YGES:

Das würde also meine Vermutung bestätigen.

RAINER: