RAINER:
Ich verstehe dich nicht. —
GONN:
Die Wette ist eine geschickte Spekulation Yges’. Nicht wahr? Er hat sie nicht aus denselben Gründen vorgeschlagen, aus denen du sie angenommen hast. Er wollte sich dafür rächen, daß du ihn zwangst, als Phonograph ohne Trichter, als Ausrufer ohne Klingel zu leben. Wenn ich dir nun dieses Geld zur Verfügung stelle, damit er eine neue Zeitschrift gründet, vielleicht unter dem alten Namen?
Aber damit wäre doch nichts gebessert.
GONN:
Glaubst du wirklich, daß er deine „Verlogenheit“ entdeckt hätte, wenn er seinen Scharfsinn weiter dazu hätte verwenden dürfen, Literaturpolitik zu treiben? Damals fehlte dir Geld, um ihm den „Prolog“ zu schenken. Das hast du mir selbst gesagt. Heute habe ich es dir verschafft, und sämtliche Konflikte und Wetten sind nun, hoffe ich, ebenso nichtig und wertlos wie das Mittel, durch das ich sie beseitigt habe. (Er streckt ihm die Hand entgegen.) Aber — wie siehst du denn aus?
RAINER:
Ich habe im Dunkeln gesessen — Jeanne mußte sich anziehen — zum Theater. Das Licht blendet mich noch.