»Ich habe Hunger,« sagte er.
»Wirklich?«
»Ja. Denken Sie. Seit gestern mittag habe ich nichts gegessen.«
»So rufen Sie doch dort das Brezelweib und kaufen Sie sich ein Stück Kuchen.«
»Das sagt sich sehr leicht, aber es ist nicht so einfach,« sagte Demba nachdenklich. »Wieviel Uhr ist es eigentlich?«
»Halb zehn vorüber ist es auf meiner Uhr. Gleich dreiviertel,« sagte das Fräulein.
»Herrgott, da muß ich ja gehen!« Demba sprang auf.
»Wirklich? Das ist schade. Es ist so langweilig, hier allein zu sitzen.«
»Ich habe mich verplaudert,« sagte Demba. »Ich habe viel zu tun. Ich hätte mich eigentlich gar nicht setzen dürfen. Aber ich war todmüde und die Füße schmerzten mich. Und außerdem« – Demba schwang sich zur höchsten Liebenswürdigkeit auf, deren er fähig war –, »ich konnte ja gar nicht an Ihnen vorbeigehen. Ich mußte Sie kennen lernen.«
»Es ist eigentlich schade, daß wir nicht weiterplaudern können.« Das Fräulein wippte leicht mit der Fußspitze und ließ einen zarten Knöchel und den Ansatz eines schlanken, schöngeformten Beines sehen.