Mit dem Schlafen war es aus. Miksch tastete im Dunklen nach seiner Hose und seinen Hausschuhen und begann sich anzukleiden.
»Ich esse Ihnen da eigentlich Ihr Frühstück weg,« sagte Demba.
»Aber nein! Ich bin vollständig satt.«
»Ich habe Hunger. Ich war fast verzweifelt vor Hunger. Ich habe seit gestern mittag nichts gegessen, und heute morgens hat mir ein Hund mein Frühstück weggeschnappt.«
»Wer? Ein Hund?«
»Ja. Ein häßlicher, braungefleckter Pinsch. Und ich mußte ruhig zusehen.«
»Warum mußten Sie das?«
»Ich hatte im Augenblicke zufällig die Hände nicht frei. Was kümmert Sie das übrigens? Man kommt manchmal in Situationen, in denen man seine Hände nicht gebrauchen kann. Ich bringe Sie übrigens um Ihren Schlaf?«
»Ich bin nicht müde. Ich kann nachmittags noch ein paar Stunden schlafen. Wir sehen uns ohnehin so selten. – Wie kommt es, daß Sie heute zu Hause sind? Keine Vorlesungen? Keine Lektionen?«
»Ich bin hergekommen, um mir von der Frau Pomeisl einen Mantel auszuleihen. Meiner ist zerrissen. Sie hat die Zivilkleider von ihrem Sohn, der eingerückt ist, zu Hause.«