»Geben Sie ihm Ihren Segen.«

»Reden Sie doch keinen Unsinn! Lassen Sie sich etwa bestehlen?« rief Demba zornig.

»Wer bestiehlt Sie denn?«

»Ist das etwa kein Diebstahl, wenn mir einer die Sonja wegnimmt?«

»Nein. Sie ist frei. Nicht an Sie gebunden. Sie kann tun, was sie will.«

»So. Sie haben einen Posten bei der Bahn. Und einen Protektor im Ministerium. Wenn nun irgendwer Sie bei dem Sektionsrat im Ministerium, der doch auch ›frei‹ ist und tun kann, was er will, verdrängen und Ihnen Ihren Posten wegnehmen würde – ließen Sie sich das gefallen? Ich soll zuschauen, wie mir ein anderer die Sonja wegnimmt? Wenn ein armer Teufel ein Stück Brot stiehlt, wird er eingesperrt, und gegen diese Buschklepper der Liebe gibt es kein Recht?«

»Wollten Sie denn das Mädel heiraten?«

»Nein.«

»Sehen Sie! In ein paar Wochen hätten Sie sie stehen gelassen. Der Verlust ist also nicht so groß.«

»In ein paar Wochen. Vielleicht. Aber heut bin ich noch nicht zu Ende.«