Demba atmete schwer auf.

»Ich bin nämlich –. Also kurz und gut: Die Polizei ist hinter mir her.«

»Die Polizei!« – Steffi Prokop sprang auf.

»Schrei doch nicht! Du alarmierst das ganze Haus,« mahnte Demba.

Sie beherrschte sich und zwang ihre Stimme in ein leises, gehauchtes Flüstern.

»Was hast du getan?«

»Ein Verbrechen, Kind,« sagte Stanislaus Demba in gleichgültigem Ton. »Das kann ich nicht leugnen. Aber ich bring's nicht fertig, mich zu schämen. Ich kann ganz ruhig davon sprechen. Mein Verstand und meine Logik billigen es. Nur die Polizei ist halt dagegen.«

»Ein Verbrechen.«

»Ja, mein Kind. Ich habe drei Bücher aus der Universitätsbibliothek einem Antiquitätenhändler verkauft. Das heißt, verkauft hab' ich nur zwei. Das dritte hab' ich heute morgen umsonst hergegeben. Schau mich doch nicht so entgeistert an. Jetzt verachtest du mich natürlich. Da hat es keinen Sinn, wenn ich weiter erzähle.«

»Warum hast du das getan, Stanie!«