Der Schutzmann sagte: „Schreien Sie jetzt nicht mehr.“
Die Agentenwitwe schrie: „Ich schreie!“
Ein Bürger dachte: man kann’s ihr nicht verdenken. Und ging nach Hause.
Die Trambahnwagen konnten nicht weiterfahren. Droschkenkutscher standen auf den Böcken, Fahrgäste streckten die Oberkörper, schief wie gotische Gestalten, aus den Wagenfenstern heraus. Die Menge vergrößerte sich rapid. Auch die Seitengassen, die zum Platze führten, waren schon schwarz von Menschen.
Der Schutzmann faßte die Kriegswitwe am Arme: „Gehen Sie jetzt heim.“
„Loslassen! Loslassen!“
„Heim? Habe ich denn ein Heim?“ Ihr Lachen war Tiergebrüll, riß Hohngelächter aus tausend Frauenmündern heraus. Sie hatte sich mit einem kurzen Ruck losgemacht von der Schutzmannsfaust.
Ein Frauengesicht, höhnisch und gefährlich, schoß dem Schutzmann vor die Augen: „Gehen Sie einmal nach Hause in ein Heim, in dem niemand mehr ist.“
„Auseinander jetzt!“ rief der Schutzmann. „Macht euch nicht unglücklich.“
Das war für alle Kriegswitwen zum Lachen.