Resezieret alles mit,
Öffnet Bäuche, Mägen, Köpfe,
Schneidet durch den Lebenskitt!
Die furchtbare Wildheit erstarrt im Gesichte des Stabsarztes. Der Knochen ist durchgesägt. Unterm Knie. Der Sanitäter schiebt das abgesägte Bein zur Seite.
Der Amputierte liegt reglos. Seine Lippen sind weiß.
‚Sein Mund weint . . . Kann denn ein Mund weinen?‘ denkt der Stabsarzt, nimmt die Metallklemmen von den Adern ab, reinigt noch einmal sorgfältig die blutrünstige Innenseite der aufgesparten Haut.
Und während er die Hautlappen und die durchschnittenen Muskelstränge unter dem Stumpfe miteinander verbindet, klappert langsam der Zug weiter seine Melodie von ‚Deutschland, Deutschland über alles‘. Und aus dem Gehirn des Stabsarztes fallen die Worte heraus und in sein Herz:
Dunkle, wilde Leidenssphäre
Hüllet die Millionen ein.
Seht das neue Feld der Ehre: