Der Schreiber stöhnte.

„Still!“ rief der bleiche Kapitän wütend.

Die Nachtigall schlug wieder im Kastanienbaum.

Schweigend übten die Räuber weiter. Alle waren mager und begeistert, und alle stellten sich möglichst immer so, daß die Hinterteile nicht zu sehen waren, denn die waren nicht mit roten Tüchlein verhängt.

Der bleiche Kapitän sprach nur das Allernotwendigste. Ja, nein, und grüß Gott. Seine Wangen waren schmal und seine Brust war kolossal breit geworden. Er sah gefährlich aus, wenn er, die Arme athletenhaft im Bogen haltend, die Unterlippe vorgeschoben, ganz nahe an den Häusern hinstrich, das grüne Plüschhütchen verwegen auf dem Ohr.

„Hanna! Hanna!“ rief eine Männerstimme im Wirtschaftsgarten, „Bier! Bier!“ und sogleich ertönte das keifende Schimpfen der Witwe Benommen mit der schönen Kellnerin.

Der bleiche Kapitän kontrollierte die Maße der Räuber und notierte alles ins Büchlein.

Es stellte sich heraus, daß des Schreibers Oberarm um drei Millimeter an Umfang zugenommen hatte.

Am andern Morgen ging der Schreiber, voller Verachtung gegen Eleganz und Mädchen, die Arme athletenhaft vom Körper weghaltend, den Hut auf einem Ohr, ohne Halskragen ins Bureau.

„Herr Widerschein . . . das geht nicht“, sagte Herr Karfunkelstein, „Sie sind doch kein Stromer. So laufen die Tagediebe herum, die Strizzi, die Vierröhrenbrunnensteher . . . Herr Widerschein, einmal habe ich Sie herausgerissen durch meine Verteidigung. Wenn Sie wieder in eine Patsche kommen, gelingt es mir vielleicht nicht noch einmal . . . Einen Kragen müssen Sie anhaben im Bureau.“