Auf der Brücke saß der Schreiber auf dem Pflaster, mit dem Rücken gegen das Geländer gelehnt und den Kopf auf die Brust gesenkt. Speichel lief aus dem Munde heraus, Blut am Kopfe herunter und tropfte auf das zerknüllte Vorhemd. Das kleine, grüne Plüschhütchen lag neben ihm; des Schreibers Hand ruhte darauf.

„Und unser Preis ham wir auch nit“, sagte der bleiche Kapitän.

Der Schreiber fuhr aus seinen Gedanken auf. „Nur fünfzig Pfennig übern Preis . . . Deshalb braucht doch des Klatschmaul nit zu mein Vater laufe. Ich kann’s ihm ja zurückgeb, wenn er’s will.“

„Hättst dei Maul nit so gewetzt“, rief der König der Luft Oldshatterhand zu, „dann hätten wir jetzt unser Preis.“

„Wenn doch der Schub gültig war, du Damian!“

„Darauf kommt’s ganz allein an“, sagte der Schreiber mit dunkler Stimme, stand mühsam auf und spuckte blutigen Speichel hinunter in den Main. „Der Schub war gültig.“

„Und das ist die Hauptsache!“ rief der bleiche Kapitän. „Das wär noch schöner, wenn wir uns von diesen Kommißbrotfressern was g’fall ließeten. Wenn doch der Schub gültig war.“

Der Schreiber deutete auf sein blutiges Vorhemd und sagte unheilvoll: „Der Trainsoldat war’s.“

Nachdem der bleiche Kapitän vergebens versucht hatte, seinen Leuten das Passieren des Kasernenhofes zu ermöglichen, indem er den Wachtposten kalt und gemessen fragte: „Heute hat doch Leutnant von Platen Kasernendienst?“ und der zufällig nicht dumme Soldat die schon in den Kasernenhof eingedrungenen Räuber wieder zurückgetrieben hatte, erreichten sie, nun zu einem großen Umweg gezwungen, mit dem Glockenschlage zwei, die Kneipe der Witwe Benommen.

„Horch, wer zieht so still und leise