»Wie soll ich denn hineinkommen?« fragte Alice wieder, lauter als vorher.
»Sollst du überhaupt hineinkommen?« sagte der Lackei. »Das ist die erste Frage, nicht wahr?«
Das war es allerdings; nur ließ sich Alice das nicht gern sagen. »Es ist wirklich schrecklich,« murmelte sie vor sich hin, »wie naseweis alle diese Geschöpfe sind. Es könnte Einen ganz verdreht machen!«
Der Lackei schien dies für eine gute Gelegenheit anzusehen, seine Bemerkung zu wiederholen, und zwar mit Variationen. »Ich werde hier sitzen,« sagte er, »ab und an, Tage und Tage lang.«
»Was soll ich aber thun?« fragte Alice.
»Was dir gefällig ist,« sagte der Lackei, und fing an zu pfeifen.
»Es hilft zu nichts, mit ihm zu reden,« sagte Alice außer sich, »er ist vollkommen blödsinnig!« Sie klinkte die Thür auf und ging hinein.
Die Thür führte geradewegs in eine große Küche, welche von einem Ende bis zum andern voller Rauch war; in der Mitte saß auf einem dreibeinigen Schemel die Herzogin, mit einem Wickelkinde auf dem Schoße; die Köchin stand über das Feuer gebückt und rührte in einer großen Kasserole, die voll Suppe zu sein schien.
»In der Suppe ist gewiß zu viel Pfeffer!« sprach Alice für sich, so gut sie vor Niesen konnte.
Es war wenigstens zu viel in der Luft. Sogar die Herzogin nieste hin und wieder; was das Wickelkind anbelangt, so nieste und schrie es abwechselnd ohne die geringste Unterbrechung. Die beiden einzigen Wesen in der Küche, die nicht niesten, waren die Köchin und eine große Katze, die vor dem Herde saß und grinste, sodaß die Mundwinkel bis an die Ohren reichten.