Aus vorstehender Berechnung geht hervor, daß eine normale Zunahme der male, sie übersteigt, mit Ausnahme von Frankreich, zum Teil, und wie in Oesterreich um ein Bedeutendes, die Zunahme der weiblichen Bevölkerung. In Frankreich ist die Differenz keine sehr große, ja es zeigt sich auch hier eine weit stärkere Zunahme der weiblichen Arbeiterschaft, als der weiblichen Bevölkerung, wenn wir der Berechnung die Zählungen von 1891 und 1896 zu Grunde legen.

Land
Auf 100 männliche Personen der Zählung von 1891 kamen 1896
463
Auf 100 weibliche Personen der Zählung von 1891 kamen 1896
Auf 100 Arbeiter der Zählung von 1891 kamen 1896
Auf 100 Arbeiterinnen der Zählung von 1891 kamen 1896

Frankreich
100
100,35
151
115

Für England ist es unmöglich, den Fortschritt der proletarischen Frauenarbeit allein festzustellen, weil nur die letzte Zählung eine soziale Schichtung kennt. Betrachten wir die gesamte erwerbsthätige weibliche Bevölkerung über zehn Jahr in ihrem Verhältnis zur weiblichen Bevölkerung im allgemeinen, so kann von einer wesentlichen Vermehrung nicht die Rede sein: 1881 waren von je 100 weiblichen Personen über zehn Jahr 34,05 erwerbsthätig, 1891 dagegen 34,42. Aber auch der Prozentsatz der männlichen Erwerbstätigen hat sich nicht verschoben, er betrug in beiden Zählungsperioden 83%.464

Das Verhältnis der männlichen und weiblichen Arbeiter zu einander und seine Verschiebung im Laufe der Zeit muß gleichfalls einer näheren Betrachtung unterzogen werden. Folgende Tabelle giebt Aufschluß darüber:

Länder
Zählungsperiode
Männer
Frauen
Von 100 Arbeitern sind

Männer
Frauen

Deutschland
1882
8020114
4408116
64,53
35,47

1895
9295082
5293277
63,65
36,35

Oesterreich
1880
3670338
3642864
50,19
49,81