Sei dieser Tod ein Gleichniß unsres Falls.

Und dieses Gleichniß heut uns sanften Trost.« –

Immermann war sehr verstimmt; neben dem Scheitern seiner Bühnenwirksamkeit verdroß es ihn, daß er als Schriftsteller nicht die Anerkennung fand, die er zu verdienen glaubte. Persönliche Verdrüsse kamen hinzu, wie zum Beispiel schon früher das Erkalten seines Freundschaftsverhältnisses mit Schadow. Doch konnten ihn alle solche Verstimmungen nicht an neuem Schaffen hindern; er gab die »Memorabilien« heraus, die »Epigonen,« dichtete an seinem »Münchhausen« und begann »Tristan und Isolde.«

Eine Reise nach der Fränkischen Schweiz, im Jahre 1837, mit der er einen Besuch in Weimar verband, heiterten ihn etwas auf. Er las an dem letzteren Orte sein neuestes Drama »Ghismonda, die Opfer des Schweigens« vor, und leitete dessen spätere Aufführung dort ein. Die Erinnerung an Goethe regte ihn an, und erhob ihn; die freundlichste Aufnahme am Hofe wurde ihm zu Theil, und das Weimarer Theater mochte wohl den Wunsch in ihm erregen, ein solches unter seiner Leitung zu sehen. Die ganze, nach seinem Tode abgedruckte »Fränkische Reise« bestand aus Briefen, die er an Elisen schrieb.

Als bei seiner Rückkehr die Freundin ihn voll Liebenswürdigkeit und Herzlichkeit empfing, dichtete er die folgenden Strophen an sie:

Symbol

in der Nacht der Heimkehr

den 12. October 1837.

Auf dem Tische lag der Kranz gewunden,

Steine aber legte ich, gefunden