Liesel (stellt sich ganz nahe zu Wastl). Weil d' es hast vor die andern Bubn net merken lassen wollen, daß d'umsonst warst (stößt ihn mit dem Ellbogen in die Seite), weil's hätt ausschaun solln, als wär ich durt gwest, und wie lang a noch! Han (stößt ihn wieder), war dös rechtschaffen gegn a ehrliche Dirn? So red was! (Holt wieder zu einem Stoß aus.)
Wastl. Na, net—net—(fängt ihren Arm auf) meint mer doch nit, du warst da h'rum so spitzig!
Liesel. Auslaß, sag ich!—Aber ich hab mich schon auskennt und allmal zur Zeit, wo ich mit dir hätt gehn solln, hab ich mich mit meine Kameradinnen hübsch im Ort sehn lassen.
Wastl. Jo, jo, und drauf is dös Frotzeln und Feanzeln angangen—und furt mußt ich aus Ellersbrunn, weil ich doch net dös ganze Bauerngsindel ein um'n andern niederschlagn mag.
Liesel. Hast aber a ein Unterschied gmerkt zwischen ehrliche Dirndeln und der leichten War.
Wastl. A ja, dös schon, und wie! Hab's a allzsamm in die Höll abigwunschen.
Liesel. Selb macht nix, rennen mehr do no af der Welt h'rum!—Aber dir war schon recht gschehn für dein unehrlichs Gspiel!
Wastl. No, wer sagt, es hätt net do no ehrlich ausgehn mögn?
Liesel. Du hast es net gsagt.
Wastl. No ja, damal war ich dumm und hon gmeint, leicht kunntst du no dümmer sein. Aber sider der Zeit bin ich schon gscheit wordn.