2.
Der Bub kimmt zur Höll drauf,
Fragt beim Teuxel sich an:
"Gibt's da Zithern und Dirndeln?
So bist du mein Mon!"
Und drauf sagt der Teuxel:
"Dös gibt's bei uns net!"
Und da kratzt sich der Bub
Hinterm Waschl und geht.
(Jodler.)

3.
Und Zithern und Derndeln,
Na, dö kann i net lon,
Und so steht mer der Himmel
Und 's Höllreich net an.
O schön grüne Welt,
Laß sagn, wie d'mer gfallst,
Solang Zithern klingen
Und mei Dirndl mich halst!

Chor
O schön grüne Welt
Laß sagn, wie d'mer gfallst,
Solang Zithern klingen
Und mei Dirndl mich halst!
(Jodler.)

(Zugleich hört man hinter der Szene Grillhofer und Dusterer das Bußlied singen.)

Erlös uns von des Lebens Pein,
O Herr, in deinen Gnaden
Und führ uns in den Himmel ein,
Das kann uns gar nicht schaden!

Anzengruber: Der Gwissenswurm, II. Akt, 1. Szene

Zweiter Akt

Garten des Grillhoferschen Gehöftes. Rechts, mehr vorne, präsentiert sich eine andere Ansicht des Hauses wie im ersten Akte. Verwandlung. Eine Türe, unmittelbar neben derselben, jedoch schon ganz in den Vordergrund gerückt, eine Laube, in welcher ein Tisch und Bänke stehen. Im Hintergrunde, in Mannshöhe über dem Boden, schließt ein lebender Zaun die Bühne ab, zu dessen aus Prügelholz genagelten Einlaßschranken ein Anstieg hinanführt. Ein Gebirgspanorama vervollständigt die Dekoration.

Erste Szene

Dusterer. Grillhofer. Rosl. Durch die Haustüre.