Zehnte Szene

Wastl und Liesel (durch die Haustüre).

Wastl. No, gehst wirkli scho, Liesel?

Liesel. Freilich wohl, wo d' mich hizt net begleiten darfst, möcht ich
doch schon vor Einbruch der Nacht wieder in Ellersbrunn sein. Haha, dö
Mahm wird Augen machen, wonn ich sag, mit der Erbschaft is nix, aber ein
Schatz hon ich gfunden. Leicht jagt sie mich dann davon!

Wastl. No rennerst halt glei zu mir!

Liesel. Jo, aber, wo wirst du nachher sein, wann d' bei dein Bauern net verbleibn willst?

Wastl. Is a net zum Verbleibn, seit der sein'm Schwogern sein Norr is! No schau, is doch gut, daß mir uns wieder z'sammgfunden habn, ganz mutterseelenallanig fraget ich ein Teufel darnach, was aus mir wurd, und rennet nur so ins Blaue h'nein davon; aber da a für dich gilt, werd ich mich schon um oan rechten Platz umschaun.

Liesel. No, recht is's, nur a weng wart noch zu und mach's fein manierli, daß 'm Bauern net hart gschieht. ös mögts ja doch selber einander leiden!

Wastl. Awohl—wohl…

Liesel. Mir derbarmt der alte Mon. Möcht ihm gern helfen, laßt ein'm aber kein Zeit dazu. I traf's schon, meinst net? Is heunt doch lustig wordn, gelt?