Grillhofer (sieht ihn groß an, spöttisch). I weiß, mer kennt dich dafür, haltst af Ordnung!

Dusterer. So oder so! Lang h'rumschneiden konn i net leiden! Schau dein Einwendigs an! Brauchst ein Zuspruch, gut, so halt dein Wort, sunst bleib ich dir fern.

Grillhofer. Werdn ma ja sehn, ob ich 'n Zuspruch nötiger brauch als du mein Hof!

Dusterer. Werdn mer sehn, gut is's! Nur kimm mer net z' spot, wann i eppa neamer für dich z' Haus bin. (Wendet sich.) War übel für uns allzwei, aber ich bin a so! (Tut einen Schritt nach rückwärts.) Grillhofer, ich geh hizt—gute Nacht?

Grillhofer. Gute Nacht!

Dusterer. Hast mich grufen?

Grillhofer. Na.

Dusterer. I hon gmeint, es reut dich!—(An der Türe.) Grillhofer, es steht geschrieben: Ich will nicht den Tod des Sünders!—I schau d'r schon morgen nach!

Grillhofer (ungeduldig). No, moch nur heunt no furt—allan will ich sein!
(Sinkt in seine frühere Stellung zurück.)

Dusterer (hat die Türe geöffnet, bleibt aber an derselben stehen und blickt nach Grillhofer). Teufi, 's gute Auskämma hat ein End und mit ihm selber steht's wohl schlecht—mit muß er mir morgn, sunst war alles verschütt. Furt schlepp i 'n, und wann's ihm glei ans Leben gang, 's andere wird scho der liebe Gott gebn!—Wie ich mir 'n betracht, auf d' Hinterfüß stellt er sich wohl net! Dazu no d' heutig Nacht koan Augn zu. I hon's schon gwunna. Selbn hon ich a kein Schlof, ich schleich lieber bis fruh da um sein… um mein Hof, um mein Hof. (Schlüpft zur Türe hinaus, die er leise hinter sich schließt.)