Magdalena ließ die Türe hinter sich halb offen stehen und flüsterte eilfertig der Mutter zu: „Die Müllerin vom Wasser-Graben kommt, der Vater meint, du solltest eine Jause richten.“
„Nun, so richte eine,“ sagte die Bäuerin, erhob sich und ging nach der Tür.
„Grüß Gott,“ rief die Müllerin in der Küche.
„Grüß Gott,“ erwiderte die Reindorferin. „Nur herein da!“
Die Müllerin trat ein, nachdem sie zuvor an dem Türpfosten anklopfte, da die Bäuerin die Tür vollends an sich gezogen hatte. „Guten Tag, herein! Heiß ist es heute.“
„Schon wie, man meint völlig, man müßt’ verschmachten. Nun, mach doch Feuer an,“ sagte sie zu Magdalena.
Das Mädchen schlüpfte zur Türe hinaus und strich an der Müllerin vorbei, diese zupfte sie an der Rockfalte und lächelte gar bedeutsam.
Magdalena trat nun an den Herd und machte sich da zu schaffen, und das nahm sie so in Anspruch, daß ihr gar keine Zeit blieb, die Stubentür, welche nur angelehnt war, in das Schloß zu drücken.
Drinnen sagte die alte Reindorferin: „So, nun tu dich nur auch setzen, Müllerin.“
Diese strich erst ihre Röcke glatt, dann ließ sie sich auf einen Stuhl nieder. „Damit ich euch nicht den Schlaf austrage,“[13] sagte sie.