„Ihr Entchen, ihr Entchen, schwimmt zusammen,
Macht mir ein Brückchen, daß ich hinüber kann kommen!“
Da schwammen die Enten einträchtiglich zusammen, bildeten eine Brücke und die Kinder samt Rehbock und Wagen kamen glücklich ans andere Ufer. Aber flugs hinterdrein kam auch der Menschenfresser und brummte mit häßlicher Stimme:
„Ihr Entchen, ihr Entchen, schwimmt zusammen,
Macht mir ein Brückchen, daß ich hinüber kann kommen!“
Schnell schwammen die Entchen zusammen und trugen die beiden Alten hinüber — meint ihr? Nein! in der Mitte des Teiches, da das Wasser am tiefsten war, schwammen die Entchen auseinander, und der böse Menschenfresser nebst seiner Alten plumpten in die Tiefe und kamen um. Und Hänschen und Gretchen wurden sehr wohlhabende Leute, aber sie spendeten auch von ihrem Segen den Armen viel und taten viel Gutes, weil sie immer daran dachten, wie bitter es gewesen, da sie noch arm waren und betteln gehen mußten.
Das Nußzweiglein.
Es war einmal ein reicher Kaufmann, der mußte in seinen Geschäften in fremde Länder reisen. Da er nun Abschied nahm, sprach er zu seinen drei Töchtern: „Liebe Töchter, ich möchte euch gerne bei meiner Rückkehr eine Freude bereiten, sagt mir daher, was ich euch mitbringen soll?“ Die älteste sprach: „Lieber Vater, mir eine schöne Perlenhalskette!“ Die andre sprach: „Ich wünschte mir einen Fingerring mit einem Demantstein.“ Die jüngste schmiegte sich an des Vaters Herz und flüsterte: „Mir ein schönes, grünes Nußzweiglein, Väterchen.“ — „Gut, meine lieben Töchter!“ sprach der Kaufmann, „ich will mir’s aufmerken und dann lebet wohl.“